E-Mobilwettkampf im Salinemuseum

Auch der 4. bze-Stromer-Cup ist noch lange kein alter Hut. Wie in jedem Jahr gibt es neue Wettbewerbsbedingungen und weitere Hürden zu überwinden. Wer dieses Mal antrat, musste eine 9 m langen Strecke mit einem kleinen Hügel bewältigen. Aus 6 Schulen stellten sich 32 Schülerteams dieser Aufgabe.


Das ist gar nicht so einfach, ist doch die Energiequelle nur ein GoldCapkondensator mit 10 F bei einer Spannung von nur 2,5 V. Gleichzeitig müssen verschiedene Zahnräder, Wellen und Antriebsräder ausgewählt und funktionstüchtig montiert werden. Leider haben nur wenige Schulen ein Fundus an verschiedensten Bauelementen und Halbzeugen sowie die nötigen Feinwerkzeugmaschinen. Doch erstaunlicherweise konnten auch Fahrzeuge aus Pappe oder Steckbausteinen gute Ergebnisse erzielen.

So richtig erfolgreich sind jedoch Teams, die wie ein Ingenieur denken und arbeiten. Solch eine Truppe sind die Magdeburger Schüler der Gemeinschaftsschule „Oskar Linke“. Sie belegten den 1. sowie den 3. bis 7. Platz. Ein ganzes Schuljahr nahm sich der gesamte 9. Jahrgang Zeit, um Getriebe, Lager, Rollwiderstände, Leichtbauweise und Energieeffizienz im Technikunterricht zu integrieren. Dazu fertigten sie manuell Aluminiumchassis mit mehreren Bohrungen, um verschiedene Zahnradkombinationen testen zu können. Gleichzeitig optimierten sie ihre Flotte mit schulinternen Wettbewerben. „So ein vorbildlicher Technikunterricht sollte an allen Schulen in Sachsen-Anhalt stattfinden“ sagte Wettbewerbsleiter Volker Torgau. „Mein Traum ist eine Förderung aller Schulen im Jahrgang 9. Die Schüler brauchen optimale Bedingungen, um sich zu testen und technische Interessen zu wecken. Nur so erfahren sie eine Berufsorientierung, wie sie für unseren Wirtschaftsstandort wichtig ist. Dazu müssten sie kontinuierlich jedes Jahr die nötigen Bausätze gestellt bekommen.“

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Einen anderen spannenden Weg sind die teilnehmenden Gymnasien mit einer integrierten Junioringenieursakademie gegangen. Sie nutzen ihr technisches Know-How in Form einer computergesteuerten FiloCut. Die Chassis wurden am Rechner konstruiert und automatisch mit der Heißschneidemaschine aus Styrofoam getrennt. Immerhin erreichte damit das Christian-Wolff-Gymnasium den 2. Platz. Ihr Ehrgeiz ist geweckt. Nächstes Jahr wollen sie die Füchse aus Magdeburg schlagen.

Ein weiterer Aspekt im Wettbewerb spielte das Design. Dario Mattstedt, ein Absolvent der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, vergab dafür weitere Preise und nahm sich sogar die Zeit, den Teilnehmern die Kriterien zu erläutern. Zu den Kriterien gehörten z. B. Nachhaltigkeit, klare Formen und Minimalismus.

Auch nächstes Jahr dürfen wir wieder auf die neuen Wettbewerbsbedingungen gespannt sein.


Volker Torgau