Vor 125 Jahren wurden in Bitterfeld Werk Süd durch die chemische Fabrik Griesheim (Carl Pistor) und im Werk Nord durch die Elektrochemische Werke GmbH (Walther Rathenau) die ersten Chlor-Alkali- ektrolysen erfolgreich in Betrieb gesetzt. Ein Insider erzählt in dem Buch, wie schon im Mittelalter, am Rande der Dübener Heide, unweit von Bitterfeld, mit der Gewinnung von Alaun das chemische Gewerbe betrieben wurde und die Chemie nach Bitterfeld und Umgebung (Greppin, Wolfen, Zscherndorf, Muldenstein, Zschornewitz) kam.


b_250_325_0_00_images_stories_2016_1-2016_adolf-eser-buch.jpgGegliedert in fünf historische Zeitabschnitte schildert der Autor die Entwicklung der chemischen Produktion von der Manufaktur zur großen Industrie und stützt seine Auffassungen durch ein reichhaltiges Literaturverzeichnis. Seit dem Beginn des Industriezeitalters entstand dank fleißiger und kreativer Menschen, die epochale Erfindungen, wie das PVC, Aluminium- und Magnesiumlegierungen, Ionenaustauscher, Farb- und Faserstoffe, den ersten Farbfilm und andere hervorragende Produktinnovationen, auch aus der biotechnologischen Forschung hervorbrachten, in Konkurrenz zu den Chemieriesen an Rhein und Main einer der ältesten Chemiestandorte in Deutschland. Er ist seit 1990 durch die neuen Besitzverhältnisse zum Niedergang verurteilt.

United p.c. Verlag
ISBN 978371031847 – N
€ (A) 29,90 / SF 40,70 € / (D) 29,19 €

 

Der Autor, in der Region zu Hause und selbst 30 Jahre in der Chemie beschäftigt, beschreibt die wechselvolle Geschichte dieses Industriezweiges durch die Jahrhunderte von der Manufaktur bis zum Niedergang des einst größten Chemieunternehmens im Bitterfelder Wirtschaftsraum.