Im Zusammenhang mit den Recherchen für die Broschüre zu unserem 150-jährigen Bestehen 2011 entstanden viele Fragen, insbesondere fiel dabei auch der Name Victor Lwowski auf (24.11.1841 – 23.08.1917). b_150_208_0_00_images_stories_Ausgabe_1-2012_Lwowski.png
Wer war nun Victor Lwowski?

Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 musste der damalige Thüringer BV seine Arbeit komplett einstellen. Der Direktor der halleschen „Actien-Zuckersiederei“, Franz Bolte, fasste sich dennoch ein Herz und baute einen neuen Vorstand auf. Er gewann Victor Lwowski für den Vorstand, dieser wurde dann 1874 (bis 1887) Vorsitzender des BV.

Aber das sollte nicht das einzige Wirken für den VDI sein. Herr Lwowski hatte eine eigene Fabrik, welche Dampfkesselmaschinen herstellte; diese hatte ihren Sitz in der Krausestraße in Halle. Er bemühte sich sehr um die Gewerbe- und Industrie-Ausstellung 1881 in Halle. Das hatte einen besonderen Hintergrund, da der Thüringer BV, 1861 während der Gewerbe- und Industrieausstellung in Weimar gegründet wurde.

1890 wurde Victor Lwowski Vorstandsmitglied des zentralen VDI und übernahm das Amt des VDI-Vorsitzenden in den Jahren 1891, 1894 und 1895.

Auch für die Stadt Halle war er sehr engagiert, so hat er sich sehr um das Stadttheater bemüht. Dieses wurde am 9. Oktober 1886 eröffnet, ein Foto davon ist im Stadtarchiv Halle ausgestellt.

Das Projekt Bürgerarbeit wird
gefördert durch:
ESF
Inzwischen konnte ein Kontakt zum Urenkel von Victor Lwowski hergestellt werden. Außerdem bringt auch die Arbeit von Herrn Kettner in der Geschäftsstelle des VDI in Halle neue Erkenntnisse. Er stellte Verbindungen zwischen unserer VDI-Geschichte und Firmen der Region her.

Wir würden uns freuen, wenn unsere Mitglieder weitere Hinweise zu dieser oder anderen Geschichten rund um den VDI in Mitteldeutschland geben könnten.

Bitte melden Sie sich in der Geschäftstelle des BV, wenn Sie uns helfen können.

Gerhard Brüsehaber
VDI – Vorstandsmitglied Hallescher BV


IngPost - Ausgabe 1/2012, Februar 2012