Am 16. Oktober 2014 war es wieder einmal so weit: Der Tag der Technik der Landesschule Pforta war gekommen. Eingeleitet wurde die Veranstaltung bereits am Vorabend durch Herrn Prof. Dr. Heilmann vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Halle, der über nanoporöse Materialien informierte: Ein echter Vortrag zum Anfassen mit umfangreichen Anschauungsmaterialien.


Die offizielle Eröffnung am Tag danach fand durch Thomas Schödel, unseren rector portensis, statt. Als Besonderheit folgten erstmalig zwei Plenarvorträge. Beim ersten beeindruckte Herr Prof. Dr. Christoph Neihuis von der TH-Dresden mit dem Lebenswerk von Leopold und Rudolf Blaschka, die aus Glas einfach alles von Quallen über tropische Pflanzen bis hin zu maßstabsgetreuen Fruchtfliegen herstellen konnten – eine Kunst, die Rudolf Blaschka mit ins Grab nahm.

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Anschließend öffnete Stefan Schridde, Diplom-Betriebswirt aus Berlin, seinem Publikum die Augen über geplante Obsoleszenz. Zwar ist allgemein bekannt, dass in der Wirtschaft oft nachgeholfen wird, um z.B. technische Geräte nicht allzu lang funktionstüchtig werden zu lassen, aber vermutlich war niemandem bewusst, welche ausgeklügelten Methoden dafür verwendet werden: Zum Beispiel wurde, nachdem die Umsatzraten für den Verkauf von Zahnpasta nicht mehr zu steigern waren, einfach die Öffnungen von Zahnpastatuben vergrößert, um den Gewinn auf diese Weise zu steigern. Durch Einbeziehung der Zuhörer und ihrer Erfahrungen konnten Thesen sogar direkt bestätigt werden. Nach einer wechselseitigen Diskussion ging es in die Mittagspause und die Schüler und Lehrer teilten sich in die zwei Sektionen Aula und Kleiner Festsaal auf, wo jeweils noch zwei weitere Vorträge folgten.

Der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Tilo Strutz von der FH für Telekommunikation Leipzig führte die einen in die theoretischen Grundlagen der Datenkomprimierung ein, während die anderen gleichzeitig den Ausführungen von Dipl. Ing. Hendrik Ammoser von der TÜV Rheinland Inter Traffic GmbH Köln über die Infrastruktur des europäischen Eisenbahnsystems lauschten. Dr. rer. nat. Jana Langenhan von der EUROIMMUN AG und Julia Igloffstein vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung waren die Dozentinnen für den letzten Teil der Veranstaltung. Je nachdem, ob man über Pemphigus-Erkrankungen oder Aerolsolpartikel für die Wetterbestimmung informiert werden wollte, konnte man in seiner Sektion bleiben oder zur anderen wechseln. Beide Referentinnen waren ehemalige Schülerinnen der Landesschule Pforta. Und so endete der mittlerweile 17. Tag der Technik. Bei dieser langjährigen Tradition haben die Teilnehmer bereits hohe Erwartungen und sie wurden auch in diesem Jahr vollkommen erfüllt.

Die Organisation des Tages der Technik verdanken wir unserer Zweigleiterin Frau Caspar. Ihre inhaltliche Planung wurde wieder tatkräftig durch Frau Prof. Hartmann vom VDI unterstützt. Alle Geldangelegenheiten werden seit vielen Jahren durch die zuverlässige und unkomplizierte Arbeit des Herrn Brüsehaber vom VDI geregelt. Unser besonderer Dank gilt natürlich der TOTAL-Raffinerie Mitteldeutschland, die seit Jahren den finanziellen Boden für die Durchführung unseres Tages der Technik legt.


Katarina Hahn, Klasse 11n