Auf  der 13. Köthentagung wurde Herr Dr. Jörg Przygodda (VDI) mit der Ehrenplakette des VDI durch den Halleschen Bezirksverein ausgezeichnet. Außerdem würdigte der Vorstandsvorsitzende des Halleschen BV, Dr. Bernd Schmidt, die langjährige Arbeit von Dr. Ronald Oertel, der sich über mehr als 2 Jahrzehnte gemeinsam mit den Partnern der Hochschule Anhalt besonders engagiert hat und diese renommierte Veranstaltung in unserer Region etabliert hat.

b_220_147_0_00_images_stories_2017_4-2017_vdi-01_DSC05388web.jpgb_220_147_0_00_images_stories_2017_4-2017_vdi-01_DSC05392web.jpgb_220_147_0_00_images_stories_2017_4-2017_vdi-01_IMG_0052web2.JPG



b_350_125_0_00_images_stories_2017_4-2017_vdi-01-1.jpgKnapp 300 Teilnehmer trafen sich am 16. und 17. November 2017 im Köthener Kultur- und Kongresszentrum am Schloss, um sich über die neuesten Erkenntnisse und gesetzlichen Regelungen auf dem Gebiet des Anlagen-, Arbeits- und Umweltschutzes zu informieren, weiter zu bilden und auszutauschen.

Immerhin gab es in den letzten zwei Jahren einige wichtige gesetzliche Änderungen und Novellierungen auf diesem Gebiet. Hier ist es besonders wichtig, über die gemachten Erfahrungen bei der Anwendung zu berichten und damit diese Kenntnisse weiter zu geben.

Eröffnung der 13. Tagung „Anlagen-, Arbeits- und Umweltsicherheit“, Foto: David Schulz, Pressestelle der Hochschule AnhaltDiesem Anliegen des aktiven Erfahrungsaustausches, welches der VDI Hallescher Bezirksverein/Arbeitsgruppe Sicherheitstechnik als Veranstalter der Fachtagung in den Vordergrund stellt, wurde er auch diesmal voll gerecht. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern der Hochschule Anhalt, der ProcessNet1, Fachgemeinschaft „Anlagen- und Prozesssicherheit“, dem Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e. V. und dem Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt konnte den Teilnehmern wieder ein Vortrags- und Posterangebot dargeboten werden, welches sowohl neueste wissenschaftliche Erkenntnisse als auch praktische Erfahrungen auf dem Fachgebiet der Prozess-, Arbeits- und Umweltsicherheit darlegte.

So lagen die Schwerpunkte bei den 49 Vorträgen und 16 Postern im anlagenbezogenem Brand- und Explosionsschutz, in den aktuellen Entwicklungen und Erfahrungen mit nationalen und europäischen Regelungen zur Anlagen-, Produkt- und Umweltsicherheit, insbesondere beim Störfall- und Gefahrstoffrecht, dem Immissionsschutz und der Betriebssicherheit sowie in der Auswertung von Unfall- und Schadensereignissen der letzten Jahre.

Weitere Schwerpunkte lagen in der Vermittlung von Methoden und Erfahrungen zur Gefährdungsidentifikation, Risikobewertung und zur Bewertung gefährlicher Stoffe und Energien. Im Vordergrund standen auch besonders die menschlichen Faktoren und Einflüsse auf die Anlagensicherheit sowie die sicherheitstechnischen Ausrüstungen und Schutzsysteme für Personal, eingeschlossen das gesamte Sicherheitsmanagement und nicht zuletzt die sicherheitstechnische Kompetenzerhaltung.

Der Präsident der Hochschule Anhalt Prof Bagdahn im Ge-spräch mit dem Staatssekretär Dr. Ude des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Foto: David Schulz, Pressestelle der Hochschule AnhaltDie gesamte Fachveranstaltung wurde abgerundet durch die Präsentationen von 14 Fir-men, die neueste sicherheitstechnische Ausrüstungen und Lösungen anboten. Diese Stände wurden in den Pausen von den Teilnehmern stark frequentiert und die Glocke, die in der Regel das Pausenende einläutete, musste so manches Fachgespräch dort unterbrechen.

Besondere Betonung erfuhren dabei die Poster, die sonst auf Tagungen oft im Schatten stehen. Deren Autoren durften die Poster in der Plenarveranstaltung in zwei Minuten dem Auditorium präsentieren und so auf ihre Ergebnisse und Erkenntnisse aufmerksam machen. Dadurch gestaltete sich die abendliche „Posterdiskussion bei Bier und Brezel“ sehr angeregt. Höhepunkt war dann bei der Abendveranstaltung die Verleihung des Posterpreises, der vom Adolf Martens Fonds e.V. gestiftet wurde. In diesem Jahr ging der Preis an Chr. Wanke, S. Wetzstein, U. Krause von der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg zur Thematik: „Schwelbrände in Holzpelletschüttungen, Trennung von Flüchtigen- und Holzkohlereaktion“.

Angeregte Posterdiskussion bei Bier & Brezel, Fotos: David Schulz, Pressestelle der Hochschule AnhaltAn der Tagung wurde besonders gelobt, dass es hier einen umfangreichen Erfahrungsaustausch zwischen den Fachvertretern aus Industrie, Genehmigungsbehörden, Gutachtern, Prüforganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen kommt. Dadurch ist die Fachtagung als eine echte Weiterbildungsveranstaltung für Immissionsschutz- und Störfallbeauftragte im Sinne der 5. BImSchV sowie für Fachkräfte für Arbeitssicherheit nach §5 Abs. 3 Arbeitssicherheitsgesetz anerkannt.

b_250_191_0_00_images_stories_2017_4-2017_vdi-01-5.jpgDer Abschlusshöhepunkt des ersten Programmtages bildete die Abendveranstaltung, die diesmal im Hugo Junkers-Museum in Dessau-Roßlau stattfand. Der Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau, Peter Kuras, ließ es sich nicht nehmen, die Tagungsgäste persönlich zu begrüßen. Herr Funke als Geschäftsführer des Technikmuseums begeisterte die Teilnehmer so mit seinen Exponaten, dass sich später viele mit ihm die Ausstellung ansahen und die Ausstellungsstücke bestaunten. Abgerundet wurde die Eröff-nung durch das Blechbläser-Quintett der Musikschule „Kurt Weill“ Dessau-Roßlau unter Leitung von Sebastian Socha, dass sich viel Beifall erspielte. Zum Schluss ließen sich die Teilnehmer das „Techniker-Buffet“ munden, welches die Höbel & Meyer Küchen- und Partyservice GmbH in hervorragender Qualität bereitgestellt hatte.

Als am Freitag-Nachmittag die Veranstalter ihre Poster zusammenrollten, waren sie überzeugt, den Teilnehmern viel Wissen, viele Anregungen und Erfahrungen für ihre kommende Arbeit auf sicherheitstechnischem Gebiet mitgegeben zu haben, damit es zu möglichst wenig Unfällen und Ereignissen in Industrie und Wirtschaft kommt.

Für 2019 ist die nächste Köthen-Tagung für den 7./8. November avisiert, dann allerdings geht der „Staffelstab“ der Organisation an die ProcessNet2 über und der VDI Hallesche Bezirksverein wird Kooperationspartner der Tagung.

Interessenten an den Vortragsmanuskripten der Fachtagung können sich gern an den VDI Halleschen Bezirksverein wenden (bv-halle@vdi.de). Sie erhalten dann per E-Mail den Link zugesandt, wo auf die Vortrags- und Posterpräsentationen zugegrif-fen werden kann.


Dr. Ronald Oertel
Beauftragter des VDI Hallescher Bezirksvereins der 13. Köthener Fachtagung