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Unter dem Motto „Zufällig genial?“ stand der Wettbewerb Jugend forscht 2022. Dieser Wettbewerb wurde auch zum Jubiläum für das Patenunternehmen Bayer Bitterfeld GmbH (BBG), wo der Regionalausscheid am Dienstag, dem 1. März 2022, als Jubiläumswettbewerb „25 Jahre Patenschaft für Jugend forscht“ stattfand. Der Regionalwettbewerb Halle wurde dann am 9. März online durchgeführt.

 

1. Regionalwettbewerb Bitterfeld feiert Jubiläum:

Bayer Bitterfeld GmbH, seit 1997 Patenunternehmen

Seit dem Jahr 1997 organisiert BBG den Regionalwettbewerb Jugend forscht. 1650 junge Forscherinnen und Forscher präsentierten 980 kleine wissenschaftliche Projekte in den Fachgebieten Biologie, Chemie, Geografie, Mathematik, Physik, Technik und Arbeitswelt.

Im Fachgebiet Technik traten vier Schüler mit zwei Projekten an, die im Schülerforschungszentrum in Halle entwickelt wurden:

Bruno Mann (12) und Eric Gebhardt (12) untersuchten Drohnen im Einsatz für professionelle Transporte. Sie analysierten die Beeinflussung der Technik durch Wetter, Gewicht, Akkulaufzeit und Anschaffungspreis.

„Ferngesteuerter Nurflügler“, ein Projekt von Christian Schneider (13) und Valentin Thies (14). Sie bauten ein flugfähiges Objekt mit Energieantrieb über Solarzellen.

Sie wollten die Hypothese überprüfen, ob ein Modellflugzeug allein mit elektrischem Strom betrieben werden kann, wodurch irgendwann umweltfreundlicheres Fliegen möglich wäre.

Smarte Technik im Vogelhäuschen. Hierbei handelt sich um eine Futterstation, die mit einem Sensor ausgestattet ist, welcher bei Bewegungen eine Kamera auslöst. Ein Ziel ist die automatische Erkennung einiger häufiger Vogel-Arten bei der Fütterung und die Implementierung eine Option zur Verhaltenssteuerung. Lara Peloke (15) und Jette Risch (15) vom Gymnasium in Gräfenhainichen bauten die Vogelfutterstation.

Quelle und weitere Infos


2. Regionalwettbewerb Halle mit fünf Beiträgen im Fachgebiet Technik


b_300_334_0_00_images_stories_2022_1-2022_2022-03-09_Jurygespraech_JugendForscht.pngIn Halle traten 50 Schüler in 29 Teams und 7 Fachgebieten zum Regionalwettbewerb an, der dieses Jahr wegen der Pandemie ein zweites Mal online stattfand. So präsentierten die Schüler von zu Hause oder aus einem leeren Klassenraum der Jury nacheinander ihre Projekte. Auch wenn das technisch hervorragend organisiert war und die Schüler sich sehr routiniert präsentierten, blieb so leider der Austausch untereinander und mit Besuchern, sich zu vergleichen und aus vielen Diskussionen neue Ideen mitnehmen auf der Strecke.

Mit 9 Jahren die jüngsten Experimentatoren in der Kategorie Technik, entwickelten Lucie Végh, Sophie Lubin und Kops Emma von der Freien Grundschule Spergau einen neuartigen mehrfarbigen Regenbogenfilzstift. Ihre Herangehensweise, neugierig und intuitiv handelsübliche Filzstifte zu zerlegen, neu zu kombinieren, dabei Rückschläge zu erfahren und kreativ nach Lösungen zu suchen war der Jury ein erster Preis wert.

Raphael Krüger und Justus Hauschild (11 Jahre) vom Georg-Cantor-Gymnasium in Halle stellten fest, dass beim Nudeln kochen viel Dampf aus dem Topf aufsteigt, der nicht weiter genutzt wird. Sie wollten das ändern und versuchten über eine kleine Dampfturbine Strom zu erzeugen. Für 23 s gelang es ihnen so eine LED zum Leuchten zu bringen. Sollten die beiden später einmal Verfahrenstechnik studieren, werden ihnen ganz bestimmt noch bessere Ideen dazu einfallen.

Marcus Thilo (19) und Nam Pham Din (20) haben im Herbst eine Ausbildung bzw. Studium begonnen und starteten ein letztes Mal bei diesem Wettbewerb. Sie erhielten einen ersten Preis für die Konstruktion einer elektrisch angetriebenen autonom landenden Rakete. Erste Flugversuche starteten im Hobbyraum im Keller, später dann im Freien. Es gehört schon eine gehörige Menge an Frusttoleranz dazu, seine wertvollen Raketen abstürzen zu sehen. Doch sie gaben nicht auf, optimierten Konstruktion und PID-Reglung im Playstation-Controller und haben es geschafft, dass die Rakete wieder sicher landen konnte (Video).

Eine weitere bemerkenswerte technische Arbeit von Constantin Cartellieri (17 Jahre) und erster Preis im Fach Physik, angefertigt in einem Schülerpraktikum an der TH Nürnberg, beschäftigte sich mit der Validierung eines Modells zur Simulation einer Destillationskolonne am Beispiel Ethanol-Wasser, das als digitaler Zwilling in einem Prozessleitsystem zur Simulation der realen Anlage genutzt werden soll.
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Eine Reihe von Unternehmen und Institutionen haben den Wettbewerb mit der Stiftung von Sonderpreisen unterstützt. Drücken wir den Preisträgern die Daumen für den Landeswettbewerb Jugend Forscht am 29./30.03.2022 im Technologiepark Weinberg-Campus Halle.


Karsten Litzendorf